Ich habe mal wieder die aktuelle Version von WordPress eingespielt: 2.6.5.
Meldet Euch, wenn irgendwas nicht mehr funktioniert. Danke!
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Heute ist schon der letzte Tag unserer Rundreise angebrochen. Wir haben heute etwas mehr Ruhe beim Aufstehen und bauen noch in aller Ruhe unsere Zelte ab, reinigen sie ein wenig für die nächste Reisegruppe und fahren das letzte Stück nach Darwin.
Urs lässt uns in der Nähe eines Hostels raus. Die meisten übernachten noch einmal ein Darwin. Manuel und ich fliegen direkt nach Singapur weiter. Wir haben aber noch etwas Zeit, stellen unsere Koffer im Hostel unter und ziehen noch kurz durch die Stadt. Viel gibt es allerdings nicht zu sehen und die Shopping-Möglichkeiten finde ich eher begrenzt. Leider schaffe ich es nicht mehr, für meine letzte Postkarte noch eine Briefmarke aufzutreiben, jetzt wo ich die Adresse bekommen habe. Naja, muss ich halt die Karte, die ich den ganzen Weg von Sydney mitgeschleppt habe, dann aus Singapur verschicken.
Das Klima in Darwin ist aufgrund der Lage am Meer zwar nicht unbedingt kühler als vorher. Dafür kommt aber auf und zu ein kühler Wind durch die Gassen, so dass einen die Hitze nicht ganz so übel umhaut.
Ich gehe nochmal kurz bei “Red Rooster” Mittagessen (eine Art australischer KFC) und haue bei einem Touri-Shop meine (bis auf einige Münzen) letzten Australischen Dollar auf den Kopf. Wir fahren dann relativ zeitig zum Flughafen. Auch der ist nicht besonders groß.
Komischerweise muss man zwei Mal durch eine Security-Kontrolle, die aber beide nicht besonders streng sind. Bei der zweiten sehe ich ein halbes Dutzend Riesenpackungen Erdnuss-Butter und Nutella neben dem Scangerät rumstehen. Wer die wohl im Handgepäck mitschleppen wollte?!?
Beim Anstehen an der Zollkontrolle fährt eine deutsche Touristin hinter uns in der Schlange einen Asiaten ziemlich motzig an, ob der wohl gestern Knoblauch gegessen hat (lol). Nachher spricht sie uns in der Wartehalle an und fragt uns um unseren Rat, weil sie es verpeilt hat, die Koffer nach .DE durchzuchecken. Sie geht dann irgendwann nochmal komplett raus und versucht ihr Glück. Als wir sie dann beim Einsteigen in den Flieger grimmig auf ihrem Platz sitzen sehen, wird ziemlich schnell klar, dass die Änderung nicht funktioniert hat. Naja – muss sie wohl doch in Singapur nochmal raus.
Auch im Duty Free-Bereich von Darwin gibt es nicht besonders viel abzugreifen, dafür aber nach langer Zeit mal wieder Internet-Zugriff über ein kostenfreies WLAN. Also vergnügen Manuel und ich uns damit, bis wir in den Flieger einsteigen.
Für den Flug bis zu unserer Zwischenstation nach Singapur haben wir uns für Jetstar entschieden – die Billigairline von Qantas. Komischerweise ist es ein Codeshare-Flug mit Jetstar- und Qantas-Flugnummer. Die Stewardessen haben daher alle Hände voll zu tun, die Billigflieger wie uns von den Qantas-Passagieren zu unterscheiden, die Essen und Getränke umsonst bekommen. Für uns beide gibt es außer beim Einsteigen einer kleinen Wasserflasche selbst Getränke nur gegen Entgeld.
In Singapur angekommen finde ich das Klima nach meinen Erfahrungen mit Australien gar nicht mal mehr soooo extrem. Meine Weinflasche aus dem Barossa Valley, die ich quer durch Australien geschleppt habe, hat den Flug bislang auch gut überlebt.
In unserem Hotel (Orchard Hotel direkt an der Orchard Road) haben wir nun noch ein paar Tage, um uns von den “Strapazen” des Urlaubs ein wenig zu erholen.
Wir besuchen am Morgen als erstes das Cultural Center der lokalen Aborigines – der Warradjan. Obwohl ich (allein vom Aufstehen total durchgeschwitzt) erst das Zelt abbaue, dann frühstücke und erst dann kalt Dusche, bin ich schon wieder total am Schwitzen…
Das Visitor Center ist ziemlich interessant und stellt die Kultur der lokalen Stämme dar. Außerdem hat man Gelegenheit sich ein wenig an der Klimaanlage zu erfrischen.
Anschließend fahren wir weiter in die Jabiru Region des Kakadu Nationalparks. Bei dieser Gelegenheit noch erwähnenswert: Der Kakadu-Nationalpark wurde nicht nach den Vögeln benannt, sondern von der Aborigine-Sprache “Gagudju” (Die Vögel heißen auf Englisch auch nicht Kakadu, sondern “cockatoo”.)
Unterwegs halten wir nocheinmal an, um uns auf einem Walk einige Aborigine-Wandmalereien anzusehen. Netter Abschluss des Walks ist ein Lookout, von dem man einen tollen Überblick über das Tal hat.
Letztendlich kommen wir zu unserem heutigen Campingplatz – dem Jabiru Campingplatz. Es ist zum Abschluss nochmal ein sehr schöner Campingplatz. Sehr schönes Gras, ebene Flächen und ein toller Pool mit Sonnendach. Ich freue mich tatsächlich, dass wir heute zum letzten Mal die Zelte aufbauen müssen. Nach fünf Minuten haben die Ameisen schon wieder ihren alten Pfad wiedergefunden. Daher probiere ich jetzt nochmal mein (wirkungsloses) Fliegenspray aus, um die markierten Pfade am Zelteingang ein wenig zu stören und das klappt tatsächlich ziemlich gut
Hier gibt es auf einmal auch eine ganz andere Art von Ameisen, die ein grünes Hinterteil haben und ein wenig größer sind als diejenigen, die ich bislang gesehen habe.
Gleich in der Nähe gibt es übrigens ein Holiday Inn Hotel, das in Form eines Krokodils gebaut ist. Leider kann man das vom Boden aus gar nicht so gut sehen, aber in Ansätzen ist es erkennbar. Nett
Wir waschen nochmal unsere Wäsche, was sich im Nachhinein als nicht so sinnvoll herausstellt. Der Trockner ist kaputt und an eine echte Trockenwirkung der Luft braucht man angesichts des hohen Feuchtigkeitsanteils auch nicht zu denken. Daher muss ich die Hälfte meiner Klamotten noch ziemlich feucht mit nach Singapur nehmen.
Ich gehe mittags nochmal an den Pool, den ich herrlich finde, weil er so schön im Schatten liegt. Wir machen noch ein paar Gruppenphotos im Pool und entspannen uns.
Gegen Nachmittag werden wir nochmal aktiv und fahren etwa eine halbe Stunde in Richtung eines weiteren kleinen Walks. Hier kann man wieder einige Aborigine-Wandmalereien sehen. Am Ende wird es ein wenig steiler, dafür ist das Ziel ein Felsen, von dem aus man einen Rundblick über die gesamte Umgebung hat. Wir sind jetzt schon ziemlich am Rande des Kakadu-Nationalparkes. Von unserem Felsen aus kann man daher bis in das Arnhem-Land blicken.
Heute abend hat sich das Essensteam ausgedacht, Burger zu brutzeln. Verdammt gute Idee und auch ziemlich lecker!
Danach tippe ich noch ein wenig am Rechner und Manuel bearbeitet noch einige Fotos. Als wir dann vom Campingplatz noch zur Bar gehen (gleich neben dem Pool), wo die meisten schon vorher hingegangen sind, ist leider schon Sperrstunde und wir bekommen nichts mehr an Getränken. Das macht der Wirt auch Manuel gegenüber deutlich klar und kurz danach werden wir ganz aus dem Swimmingpool-Bereich rausgeworfen. Naja, müssen wir uns halt unsere letzte Nacht noch in unserem Camping-Bereich gemütlich machen…
An diesem Morgen müssen wir mal wieder die Zelte abbauen. Denn es geht vom Nitmiluk Nationalpark weiter zum Kakadu Nationalpark.
Auf dem Weg kommen wir an zahlreichen Termitenhügeln vorbei. Einige sind mehr als doppelt so groß wie ich selbst.
Wir kommen an unserem Campingplatz im Kakadu Nationalpark gegen Mittag an. Heute sind wir in der Yellow Water Region des ziemlich riesigen Nationalparkes. Das Klima ist fast unerträglich heiss und schwül. Allein vom bloßen rumsitzen gerät man ins Schwitzen. Und wir müssen bei dem Wetter noch unser Zelt aufstellen. Direkt neben unseren Zelten steht ein Warnschild, dass ab hier Krokodile unterwegs sind. Herzlichen Glückwunsch!
Wir haben uns für den späten Nachmittag für eine Bootstour auf dem South Alligator River / Yellow Waters angemeldet. Wie sich herausstellt, sind wir zusammen mit einer deutschen Seniorenreisegruppe zusammen an Bord. Überhaupt laufen hier unglaublich viele Deutsche rum. Sofern es Touristen sind, kann man eigentlich fast drauf wetten, dass es sich um Deutsche handelt. Urs meint, dass es auch mit der Jahreszeit zusammenhängt – andere Leute sind nicht so verrückt und fahren zu dieser Zeit in dieses Urlaubsgebiet.
Die Fahrt lohnt sich mal wieder richtig für gute Fotos. Nach ein paar Minuten sehen wir schon die ersten “Saltie”-Krokodile (Die Salzwasser-Spezies). Im Gegensatz zum Flussnamen gibt es hier überhaupt nur entweder Freshies (Die Süßwasser-Krokodile) oder Salties. Alligatoren gibt es in Australien nicht. Es gibt noch reichlich Gelegenheit, weitere Krokodile und ziemlich viele Vogelarten zu fotografieren. Der Ranger, der unser Schiff fährt, weist uns am Anfang auf die Schwimmwesten über unseren Köpfen hin und deutet mit einem Grinsen an, diese hätten aufgrund der zahlreichen Krokodile überhaupt keinen Sinn. Sofern irgendwas sei, würde er schon rechtzeitig ans Ufer fahren.
Da auf dem Schiff fast nur Deutsche sind, kommentiert die Reiseleiterin der anderen Gruppe zusätzlich auf deutsch. Direkt nach der Abfahrt beschweren sich meine Sitznachbarn erstmal lautstark, dass irgendwelche anderen von ihrem Platz aufstehen, obwohl sie doch schon “in der ersten Reihe sitzen” und sie deshalb nicht mehr vernünftig fotografieren könnten. Man sprüht sich kollektiv mit dem Anti-Fliegen-Mittel ein, das rein gar nichts bringt (siehe einen der vorherigen Posts – ich habs auch gekauft). Das Boot kriegt immer Schieflage, sobald ein Tier auf einer Seite des Schiffes auftaucht, weil alle zum Fotomachen rüberstürmen. Und die typischen Besserwisser, die jeden Vogel zuerst sehen, direkt laut dessen Namen rufen und auf ihn zeigen, sind natürlich auch mit an Bord. Herrlich!
Es fängt pünktlich als die Fahrt losgeht ein wenig zu regnen an. Das führt zu ein wenig Abkühlung. Gegen Sonnenuntergang hat es aber schon wieder aufgehört und mir gelingen noch ein paar schöne Schnappschüsse.
Mit dem Essen ist heute wieder meine Gruppe dran: Wir kochen Rührei, Kartoffeln und gemischtes Gemüse. Beim Abwaschen fallen mir zahlreiche Geckos an der Wand der Waschstelle auf. Echt faszinierend, wie die an der senkrechten Wand noch Insekten jagen. Auch das sonstige Tierreich hat noch ein wenig aufgerüstet: Neben den üblichen Fliegen gesellen sich nun noch Mücken dazu und rund um die Neonröhre an unserem Zeltplatz gesellt sich an wahres Feuerwerk von allem was fliegen kann.
Ein Teil der Gruppe entspannt sich am späteren Abend dann noch in dem (auch hier wieder sehr schönen) Pool. Das führt zu einer guten Abkühlung – allerdings nicht besonders lang. Gerade als ich wieder zurück zum Zelt gestiefelt bin, schwitze ich schon wieder übelst. In der Nacht döse ich die ganze Zeit im eigenen Sud vor mich hin. Dazu kommt, dass sich offenbar doch die ein oder andere Mücke in unser Zelt geschlichen hat. Zum Glück scheinen sie mich zu verschonen…
Die Ameisen haben wieder genau den gleichen Weg in unser Zelt gewählt wie gestern. Scheinbar nutzen die alle denselben Markierungsstoff, um ihre Wege wiederzufinden. Jetzt fangen sie jedoch leider an in unseren Zeltböden Löcher zu fressen. Grmpf…