Ubuntu Linux Installation (11.10) auf MacMini (5,2)

Dieser Artikel ist noch ein Work-in-Progress und beschreibt meine Schritte, um Ubuntu Linux auf meinem neuen MacMini 5,2 (das im Juli neu vorgestellte Gerät) zu installieren. Ich besitze dabei die bessere Edition mit einer Radeon-Grafikkarte.

Hier in aller Kürze die bisherigen Schritte:

  • Installation von rEFIt unter MacOS
  • Erstellung eines bootbaren USB-Sticks mit einer anderen Ubuntu Installation:
    • usb-creator-gtk -i oneiric-desktop-adm64.iso
    • Dabei wird ein USB-Stick mit dem gewählten Image erstellt
    • In meinem Fall war dies dann das aktuelle 64-Bit-Oneiric-Image. Spezielle Varianten (insbesondere auch das angepasste Image für Mac-Rechner haben leider im nächsten Schritt nicht richtig gebootet!)
  • Boot des USB-Sticks über das rEFIt-Bootmenü
  • Auswahl des EFI-Bootmenü-Eintrages
  • Es erscheint in der Folge in grafisches GRUB-Bootmenü, das unter anderem die Installationsoption anbietet (dieser Schritt hat bei den anderen getesteten Installationsimages nicht funktioniert, es wurde lediglich eine GRUB-Konsole angezeigt)
  • Nach der Auswahl des Installationseintrages mit den Cursor-Tasten muss man diesen mit Hilfe der Taste “e” editieren – in der mit “linux” beginnenden Zeile ist der Eintrag “splash” zu ersetzen durch “radeon.modeset=0″
  • Den Bootvorgang kann man anschließend mit F10 starten
  • Nach einiger Zeit erscheint das Bootmenü
  • Es ist wichtig, dass man bei der Partitionierung eine separate EFI-Bootpartition einrichtet (wenige MB groß reicht) und auswählt, dass der Bootloader in diese Partition eingerichtet werden soll.
  • Nach anschließend durchlaufener Installation sollte nun GRUB2 als Standardbootloader installiert sein und neben Ubuntu auch MacOS als Bootoption anbieten.

Bisheriges Problem: Nach dem Booten startet die grafische Benutzeroberfläche noch nicht korrekt. Es sieht in den Logdateien so aus, als wenn der Radeon-Grafiktreiber nicht geht, wenn man den Modeset-Parameter oben auf 0 setzt. Ohne geht es aber auch nicht…

Erstaunlicherweise hatte ich Probleme, Linux überhaupt im emulierten BIOS-Modus zu starten. Das geht wohl leichter, wenn man ein CD-Laufwerk hat. Das besitzt nur leider der aktuelle MacMini nicht mehr.

Letztenendes funktionierte die Anleitung aus dem folgenden Forumsposting:

http://ubuntuforums.org/showpost.php?p=11093491&postcount=43

Der wesentliche Trick ist also, die Partitionierung des USB-Sticks zu plätten. Anschließend konnte ich diesen Stick mit rEFIt booten. Im BIOS-Emulationsmodus des Mac ist es möglich, auf die BIOS-Daten der Grafikkarte zuzugreifen. Das geht mit den folgenden Befehlen:

dd if=/dev/mem of=/boot/vbios.bin bs=65536 skip=12 count=1
dd if=/dev/mem of=/boot/int10.bin bs=4 skip=16 count=1

Diese Daten wiederum werden von den Grafikkartentreiber zur Initialisierung benötigt, sind aber nicht im EFI-Bootmodus verfügbar. Die Einbindung im EFI-Modus erfolgt über GRUB mit Hilfe des Plugins “loadbios”.

(an dieser Stelle probiere ich grad weiter herum…)

Die drahtlose Netzwerkverbindung (WLAN) scheint auch noch nicht richtig unterstützt zu werden. Es handelt sich um einen Broadcom BCM4331 Chip. Ein Treiber ist offenbar gerade in Entwicklung und wird mit ein bisschen Glück in den Linux 3.1 Kernel übernommen.

(Work-in-Progress)

So geht sie dahin, die Uptime

*schnüff*

user@guru:~$ w
21:02:49 up 174 days, 16:56,  1 user,  load average: 0,04, 0,03, 0,00
USER     TTY      FROM              LOGIN@   IDLE   JCPU   PCPU WHAT
user       pts/0    e182079241.adsl. 20:39    0.00s  0.06s  0.00s w

Host Europe führt heut nach einige Wartungsarbeiten an der Stromversorgung durch, da müssen die Server runtergefahren werden :/